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D2: Drama in Basel

Valli 18.10.2019

11 Freunde und 2 Coaches treffen sich etwas verspätet in der Vogesen-Halle, bis dahin ahnen sie noch nicht, was gleich auf sie zukommen wird. Wegen unglücklichen Spielerinnenmangels «in der Mitte», mussten wir kurzfristig noch Verstärkung holen, danke Chloé! Wie jede Saison starten wir mit einem schwachen Satz. Wieso uns dies jedes Jahr aufs Neue passiert, können wir leider auch nicht erklären. Die Gegnerinnen liegen rasch mehrere Punkte im Vorsprung und wir schaffen es nicht, unser Spiel durchzubringen. Gegen Ende des ersten Satzes scheinen wir endlich wach zu werden und können aufholen. Leider reicht es trotzdem nicht ganz.

In den zweiten Satz starten wir etwas besser, aber es besteht immer noch Luft nach oben. Wir vertrauen unserem Spiel und unseren Fähigkeiten immer mehr, das zeigt sich auch beim Zähltäfeli. Satz zwei gehört uns.  

Mit derselben Aufstellung beginnt der dritte Satz. Dieses Mal lassen wir unsere Gegnerinnen nie ins Spiel kommen, ziehen unseren Spielaufbau und auch endlich unsere Services durch und gewinnen diskussionslos.

Den Schwung und die Freude können wir leider nicht in den vierten Satz mitnehmen, eine Erklärung gibt es dafür nicht wirklich. Vielleicht waren wir uns nach dem erfolgreichen dritten Satz zu siegessicher? Auf jeden Fall ist es schade, konnten wir den Sack nicht zumachen. Aber jänu, dann gibt’s eben einen Entscheidungssatz.

Wieder ein schlechter Start. Erst beim Spielstand von 10:5 für St. Johann geben wir uns nochmals einen Ruck. Eine tolle Aufholjagd beginnt, nun gilt es noch mehr als sonst, dass jeder Ball zählt und entscheidend sein kann. Doch wir blockieren uns selbst, zweifeln an unserem Können. Leider, leider müssen wir uns auch im fünften Satz geschlagen geben, 13:15. Einen Schlummertrunk gab es trotzdem, oder genau deswegen.

Fazit: Nicht ausreichende Kommunikation und Unsicherheit (in einen selbst und die Mitspielerinnen) haben uns einige Punkte gekostet. Zu oft haben wir auf Fehler der Gegnerinnen gewartet, statt selbst Punkte zu erzielen. Die Konstanz am Service müssen wir unbedingt erhöhen, denn wenn die Services kommen, dann kommen sie gut. Auch sollten wir mehr Varietät in unser Spiel aufbauen, damit es für zukünftige Gegnerinnen schwieriger wird, unser Spiel zu lesen. Das Positive darf nicht fehlen: Die Stimmung (vor allem neben dem Feld) war super! Auch haben wir zeitweise gezeigt, wozu wir fähig sind. Jetzt können wir mit einigen Anregungen in die nächsten Spiele gehen und Fortschritte in allen Bereichen machen. Kopf hoch!

Matchtelegramm

TV St. Johann – VBC Gelterkinden 3:2 (25:22, 21:25, 10:25, 25:18, 15:13)

Turnhalle Vogesen, Basel, 4 Zuschauer

Schiri: C. Häfeli

Schreiber: S. Bürgin

Gelterkinden: Corinne, Larissa, Noëmi, Rahel, Casy, Lena, Angi, Cathy, Chloé, Michelle, Valli; Patricia, Raffi (Coaches); es fehlten Daria (verletzt), Selina, Divja.