, Martin

H3: Mit Sieg ins neue Jahr

Das Herren 3 gewinnt gegen den Tabellenletzten KTV Riehen mit 3:1.

Am Mittwoch hat für das H3 die Rückrunde der laufenden Meisterschaft begonnen. Diese prominente Erwähnung vom Rückrundenstart ist bewusst gewählt, da bekannterweise die aktuelle Situation der Pandemie einen solchen Start durchaus hätte in Frage stellen können. Wir durften aber unserem Hobby gemeinsam nachgehen und dies sogar erfolgreich, indem wir das Spiel gegen den KTV Riehen mit 3:1 gewonnen haben.

Im Unterschied zum Vorrundenspiel in Riehen war unsere Sporthalle Hofmatt nur mehr halb so voll. Es standen sich zwei Rumpfmannschaften gegenüber: sieben Heimspieler inklusive Spielertrainer gegen sechs Spieler der Gastmannschaft mit Trainer! Auch neu war das Spiel mit oder unter Maske; für viele eine neue Erfahrung trotz einiger Jahre an Spielpraxis. Der erste Satz begann bis zum Stand von 10:10 recht ausgeglichen, wobei wir nie im Rückstand lagen und uns manchmal gar einen kleinen Vorsprung von zwei bis drei Punkten erarbeiten konnten. Die Traineranweisungen wurden umgesetzt, Tom und Urs haben stark serviert, Valerio und Jérôme entwickelten Druck beim Angriffsspiel und unsere Eigenfehler blieben überschaubar.

Das Glück des Tüchtigen stand uns zur Seite und so punkteten wir auch bei «Netzrollern» und mit Bällen, welche optimal das Spielfeld (inkl. dessen Begrenzung) ausnutzten. Der Fünf-Punkte-Vorsprung am Ende des ersten Satzes ist sicher etwas schmeichelhaft, wurde aber mit solidem Spiel vom ganzen Team erarbeitet. Der Verlauf des zweiten Satz glich jenem des ersten mit demselben Resultat, also dem Satzgewinn- nur im Punktestand 25:14 noch etwas deutlicher. Es war eine Leichtigkeit im Team zu spüren und so wurden die mahnenden Worte des Trainers bezüglich der Mängel wie fehlende Kommunikation, zu wenig druckvolles Spiel wegen unpräzisen ersten Bällen für Tom in den beiden ersten Sätzen, nicht «gehört».

Mit dem zum Teil deutlichen Rückstand im dritten Satz konnte das H3 schlecht umgehen. Die Leichtigkeit war verschwunden und eine Verunsicherung machte sich breit, welche durch viele individuelle Fehler noch wuchs! Die Kommunikation im Spiel fiel nun teilweise ganz weg und die ersten Bälle hatten noch mehr Marge zum Netz - Toms extra Fitnesstraining wurde durchs Team intensiviert! Und was wir mit aller Macht erzwingen wollten, ging schief oder war nicht mehr von Glück begünstigt. Schiesslich halfen auch Janniks gelungener «Monsterblock» und Marcs «last minute»-Einwechslung nicht, um als Team noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Dem Gegner ist zuzugestehen, dass sich die junge Mannschaft mittlerweile auf unsere Spielweise eingestellt hatte, viel weniger Eigenfehler beging und mit dem Rücken zur Wand mutig zu spielen begann.

Unsere Unzulänglichkeiten schlugen mehr zu Buche, was am Schluss zum Satzverlust führte. Die Behauptung, der vierte Satz wurde durch verbesserte Kommunikation und präzisere Bälle mit 25:20 gewonnen, wäre in Einklang mit dem bisherigen Text, trug aber, da weiterhin mit einigem Potential fürs Team, nur unwesentlich zum Spielgewinn bei. Massgebend beigetragen hat das «Köpfchen» in den Aktionen des H3. Varianten bei Angriffsbällen wurden vom Team eingebaut, welche bisher noch nicht oder im dritten Satz mit einer Kopf-durch-die-Wand-Mentalität versucht wurden. Für die teilweise sub-optimalen Zuspiele innerhalb des Teams (Anmerkung: der zweite Ball trägt oft noch die Handschrift des ersten Ballkontakts) wurden am Netz etwa durch Valerios Anspielen des gegnerischen Blocks oder das Einbauen von Finten durch Urs und Marc erfolgreiche Lösungen gesucht.

Das H3-Team zeigte im vierten Satz eine gute Mischung aus druckvollen Angriffsspiel - an dieser Stelle muss der sehenswerte Kurzangriff von Marc erwähnt werden - und beobachtendem Kopfspiel, was dem Team schliesslich den Sieg beschied. Es gibt keinen «man of the match» für dieses Spiel, aber ein erfolgreiches Team aus jungen und weniger jungen Spielern.

Matchtelegramm

VBC Gelterkinden - KTV Riehen 3:1 (25:20, 25:14, 21:25, 25:21)

SH Hofmatt, Gelterkinden, 1 Zuschauer.

Schiri: D. Croll

Gelterkinden: Urs, Jérôme, Valerio, Martin, Jannik, Marc, Tom.